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Letzte Grüße aus Tripoli (für Daniel Ortega und Tomás Borge)


(Foto Honecker und Gaddafi. Stern.de)


Berlin, 20.9.1984

Streng geheim

Vermerk über ein Gespräch des Gen. Mielke mit Gen. Innenminister Borge

Das Gespräch fand am 17.9,1984 in der Zeit von 17.30-18.30 Uhr im Arbeitszimmer Gen. Minister Mielkes statt. Weitere Teilnehmer:

Gen. OSL Kühn
Gen. OSL Adam

Gen.Borge trug während des Gespräches zwei Probleme vor:

" Während seines Besuches in Libyen habe ihm Oberst Gaddafi mitgeteilt, daß die Libyer größere Aktionen gegen Bürger der USA planen, wie z.B. Geiselnahmen, Entführungen,Tötung von US-Bürgern mit dem Ziel zu beweisen, daß die USA nicht in der Lage sind, ihre Bürger genügend zu schützen(die Aktion soll ähnlich wie in Iran gestaltet werden). Wann und wo solche Operationen stattfinden sollen, wurde Gen. Borge nicht mitgeteilt. Es sei seine Absicht, lediglich Gen. Mielke von dieser Mitteilung zu informieren.."

(BSTU MfS Abt. X 327 Seite 321)

Tomas Borge war Innenminister von Nikaragua

Bericht über das Gespräch des Gen. Generalmajor Großmann mit dem Mitglied des ZK der KP Kubas, Gen. Piñeiro, am 29.4.1983; Dauer: 40 Minuten.

"....Gen. Piñeiro drückte sein Bedauer über den mißgelungenen Waffentransport Libyens nach Nikaragua(Beschlagnahme der Ladung in Brasilien) aus und bestätigte, daß die kubanische Seite über diesen Transport informiert war. Auf kubanischer Seite herrschte Erstaunen darüber, daß Libyen nicht das Angebot zur zwischenlandung in Havanna angenommen hat"

MfS Abt X 324 Seite 169





Uno geht von mehreren Tausend Toten aus

Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega hat seine Solidarität mit den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ausgedrückt. Gleichzeitig verurteilte er die Medienkampagne gegen das Regime und bezeichnete die Bombardierung der Zivilbevölkerung als Lüge.
“Sie reden von Bomben, aber wir haben kein einziges Flugzeug gesehen, welches Leute angegriffen hat. Dies erinnert uns an die Berichterstattungen über die Bombardierungen im Irak und Afghanistan, die ebenfalls voller Lügen waren”, so Ortega. Genau wie sein venezolanischer Amtskollege Hugo Chávez verteidigte er die Souveränität Libyens. “Gadaffi leidet unter der Berichterstattung der Medien. Dies ist ein Teufelskreis, eine schreckliche Kampagne. Natürlich gibt es einen Kampf um die Kontrolle über das Öl, welches einen enormen Reichtum für die Menschen in Libyen darstellt”.
http://latina-press.com/news/76091-nicaragua-ortega-verurteilt-medienkampagne-gegen-gaddafi/


Geheimdienste

Libysche Hilfe für die DDR

Der Libysche Geheimdienst pflegte in den siebziger Jahren auch geheime Kontakte mit Ost-Berlin. Gaddafi wollte in der DDR Waffen kaufen, und die DDR brauchte dringend Geld - um sich der „zionistischen Lobby“ zu erwehren.

Von Jochen Staadt
Geheimdienste: Libysche Hilfe für die DDR
21. April 2008
Die deutsch-libyschen Beziehungen von heute haben eine doppelte Vorgeschichte. Libyens Ministerpräsident Abdel Salam Jalloud, der zum Kreis des „Revolutionsführers“ Gaddafis gehörte, vereinbarte 1974 und 1975 nacheinander in Bonn und Ost-Berlin mit beiden deutschen Staaten den Ausbau von Wirtschaftsbeziehungen. Am 28. Februar 1974 traf Jalloud mit Bundeskanzler Willy Brandt, Außenminister Walter Scheel, Wirtschaftsminister Hans Friedrichs und Entwicklungshilfeminister Erhardt Eppler zusammen. Jalluod regte eine verstärkte Zusammenarbeit mit deutschen Firmen zur Erschließung neuer Ölquellen und zum Bau von Raffinerien, Straßen und Schulen an. Bei den deutsch-libyschen Verhandlungen in Ost-Berlin ging es jedoch um mehr. Dort wurde auch über eine militärische Zusammenarbeit zwischen der DDR und Libyen gesprochen. Hier hatte die DDR mehr zu bieten.
Als die Verhandlungen in eine konkrete Phase traten, ernannte Erich Honecker das Mitglied seines Politbüros Werner Lamberz zum „Sonderbotschafter des ZK der SED“ für die Gespräche mit Gaddafi. Am 12. Dezember 1977 traf sich Lamberz mit dem libyschen Revolutionsführer. Zunächst bat er Gaddafi um die Herstellung von Kontakten zu den Befreiungsbewegungen in Tschad, Oman und Dhofar und zur Polisario in der Westsahara. Auf Bitte Fidel Castros hatte sich die DDR nämlich bereit erklärt, den von Kuba unterstützten Guerrillaorganisationen Waffen zu liefern.
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EB62E027A562D4E97AC5E39A657582163~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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